Deutschlands Kinder sind zu dick….
…. also gebt ihnen mehr Fett ins Essen!!!!
Eine widersprüchliche Aussage die heute immer mehr junge Mütter verunsichert….
Meine Freundin B. zum Beispiel war vor kurzem mit ihrem fast einjährigen Sohn beim Kinderarzt. J. ist ein kleiner aufgeweckter Junge, süße Pausbäckchen, keine Frage er hat Spaß am Essen und das ist auch gut so. Wie immer beim Arzt wurden erst mal Maße genommen, Gewicht und Größe, das ganze in eine Relation gebracht, Ergebnis: Ihr Kind ist zu dick!!!!
Nun gut, so sprach meine Freundin mit der Ärztin die Ernährung des kleinen Rackers durch, was sie falsch macht was sie richtig macht, was er noch essen darf, was besser nicht…. und ganz wichtig ist, dass sie den Gläschen der diversen Marken und Hersteller, die es überall zu kaufen gibt, unbedingt noch einen Esslöffel Öl hinzufügen soll, da die Gläschen niht genügend Fett enthalten…..
Wer hat aufgepasst? Finde den Fehler!!!!
Laut einem Testbericht der Stiftung Warentest [Babymenüs, mehr Fett bitte!] im September 2008 enthalten Babymenüs Grundsätzlich nicht genügend Fette, was zur Folge hat, dass alle möglichen Ärzte, Hebammen und Eltern sich gegenseitig empfehlen die jeweiligen Gläschen mit Fett anzureichern. Und was junge unerfahrene Mütter hören, das machen sie natürlich, sie kaufen die gesunden leckeren Gläschen und hauen erst mal noch eine Portion zusätzliches Fett dazu.
Interessant an der Sache ist nur, dass der Fettgehalt in Säuglingsnahrung gesetzlich geregelt ist und sich die Hersteller der jeweiligen Gläschen natürlich an diese Gesetze halten. Füttert man nun noch zusätzlich Fett hinzu überschreitet man die gesetzlich vorgegebene Höchstgrenze. Ernährngswissenschaftler raten von dieser Methode ab und das nicht ohne Grund!
Bereits heute leiden 20% der Kinder in Deutchland an Übergewicht, bei 8% aller Kinder liegt sogar eine Adipositas vor.
Mich wundert das ja persönlich nicht und ich frage mich ernsthaft: Machen sich die Mütter die nun mehr Fett in die Gläser zaubern eigentlich strafbar weil sie das Gesetz missachten? Stiften Ärzte, Hebammen und die Stiftung Warentest unsichere Mütter zu einer Straftat an und machen sich dementsprechend ebenfalls strafbar?
Meine Antwort darauf lautet: JA!, denn sie machen sich strafbar gegenüber ihren Kindern. Sie stopfen sie voll mit Fett und gewöhnen somit den kleinen Organismus im Babykörper an eine erhöhte Fettaufnahme. Stoppt diesen Missbrauch an Euren Kindern, denn schließlich beschmiert ihr eine Banane oder eine Gurke doch auch nicht mit Butter bevor ihr sie esst, nur weile diese nicht genügend Fett enthält….



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wie wäre es denn als Mutter selbst zu kochen anstatt die ‘gesunden’ gläser zu kaufen ????
dann weiss Mutter auch was drin ist , die Gläser sind voll mit Kalorien!!!
Liebe Wanda, danke für dein Kommentar. In diesem Beitrag geht es allerdings nicht um die Grundsatzdiskussion: Gläschen oder selber Kochen….
Viel mehr darum, dass Eltern was die Ernährung ihrer Kinder betrifft leider sehr oft falsch beraten werden und das in vielen Fällen zu Adipositas führt.
Hätte Stiftung Warentest einen Bericht darüber geschrieben, dass in deutschen Küchen zu fettarm gekocht wird, vor allem für Babys, dann hätte ich mich gerne darauf bezogen, doch es ging nun mal in der Quelle um die Gläschen
Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht sind die Gläser im Übrigen nicht verwerflich und mit Sicherheit gesünder und kalorienarmer als in so manchen Haushalten gekocht wird. Doch um dies beurteilen zu können kommt es auf den Einzelfall an und ernährungswissenschaftliches Wissen ist mit Sicherheit auch nicht verkehrt. Es genügt nun mal nicht die Meinungen anderer Mütter über die Inhaltsangaben der Gläser im Internet nachzulesen, oder sich von seiner Oma sagen zu lassen, wie ungesund das doch alles ist.
[...] einiger Zeit habe ich bereits einen Beitrag darüber geschrieben, dass Deutschlands Kinder immer dicker werden und mögliche Gründe dafür [...]