Schwanger = behindert?
Heute fand ich einen sehr interessanten Artikel auf dem law blog in dem es darum geht, ob eine hochschwangere Frau auf einem Behinderten-Parkplatz parken darf.
Aufgeführt wird ein Fall, wo eine schwangere Frau vor der Praxis ihres Arztes den Behinderten-Parkplatz nutze, da sie in der Nähe keinen anderen freien Parkplatz gefunden habe. Als Beweis ihrer “Gehbehinderung” legte die Frau ihren Mutterpass hinter die Windschutzscheibe und ging gegen die Entscheidung der Polizei, das Auto abschleppen zu lassen, vor Gericht um die Abschleppgebühren nicht zahlen zu müssen.
Der Bayrische Verwaltungsgerichtshof entschied allerdings gegen die Schwangere, da eine Schwangerschaft keine Behinderung darstellt, was das Parken auf einem Behinderten-Parkplatz rechtfertigen würde.
Dazu kann ich nur sagen: genau meine Meinung! Klar kann eine Schwangerschaft vor allem gegen Ende hin richtig anstrengend werden. Aber wenn ich als schwangere Frau nicht in der Lage bin noch ein paar Meter mehr zu laufen um tatsächlich gehbehinderten Menschen den Parkplatz frei zu halten, dann habe ich hinter dem Steuer eines Fahrzeugs auch nichts mehr zu suchen und stelle im Straßenverkehr eine Gefahr für andere da.
Daher hier meine ganz persönliche Aufforderung an alle Schwangeren:
Wir sind schwanger, nicht behindert! Auf Parkplätzen für gehbehinderte Menschen haben wir nichts verloren. Sollten wir nicht mehr in der Lage sein ein paar Meter zu laufen, so lassen wir uns zum Arzttermin fahren und vor der Praxis absetzen.
Klar brauchen wir beim Aussteigen mehr Platz als andere, schließlich können wir uns mit unseren runden Bäuchen nicht mal eben durch einen dünnen Türspalt quetschen, aber dann suchen wir uns eine Parkmöglichkeit die uns genügend Platz bietet und laufen eben ein paar Schritte mehr, denn Bewegung tut gut, auch gegen Ende der Schwangerschaft.



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Die Idee der Schwangeren finde ich aber echt lustig.
Darüberhinaus gebe ich dir echt recht, in der finalen Phase gehört eine Schwangere nicht mehr hinters Steuer.
Leider ist es nur schwierig sich daran zu halten, das weiß ich aus eigener Erfahrung.
Ich bin ganz ehrlich, ich hatte die letzten Wochen meiner ersten Schwangerschaft überhaupt keine Lust mehr Auto zu fahren. Jeden Huckel empfand ich als unangenehm und in meinem damaligen 1er BMW kam ich mit total beengt vor.
Jetzt bin ich in der 27. Woche, fahre ein größeres Auto und hab trotzdem nicht mehr wirklich Lust selbst zu fahren…. lasse mich lieber fahren, fühle mich wohler dabei