Schweinegrippe-Impfung trotz Schwangerschaft?
Kein Thema wurde in den letzten Monaten so heiß diskutiert wie die Frage ob man sich nun gegen den neuen H1N1-Virus (Schweinegrippe) impfen lassen soll oder nicht. Vor allem für Schwangere und Kleinkinder gibt es nicht genügend bis gar keine Studien darüber ob der Impfstoff, vor allem der Wirkstoffverstärker für diese Gruppen sicher ist. Das Risiko, gerade für Schwangere sei nicht einschätzbar. Die Adjuvantien des Pandemrix-Impfstoff, der hier in Deutschland zugelassen und angewendet wird enthält unter anderem die Quecksilberverbindung Thiomersal oder Haifischextrakt. Alles nun wirklich keine Stoffe, die man in seinem eigenen Körper oder in dem des Kindes haben möchte.
Vor kurzem beschloss dann unsere Bundesregierung Schwangere mit dem Adjuvant freien Impfstoff impfen zu lassen, den auch die Bundeswehr und Regierungsmitglieder erhalten, angeblich frei von jeglichen größeren Nebenwirkungen.
Für mich stand zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits fest: Impfen gegen die Schweinegrippe? Nein, danke!
Nach Rücksprache mit meinen Ärzten, wurde mir auch nochmals aus Erfahrunswerten, die sie bereits gesammelt haben, bestätigt dass sowohl Kleinkinder als auch Schwangere eine Infektion mit dem H1N1-Virus sehr gut und problemfrei überstehen würden, vorausgesetzt, dass hier keine Vorerkrankungen bekannt sind. Die größte Gefahr, gerade für Kleinkinder ginge von einer gefährlichen Lungenentzündung in Verbindung mit der Schweinegrippe aus, die durch Pneumokokken hervorgerufen wird. Da Kleinkinder gemäß der Impfempfehlungen der STIKO gegen Pneumokkoken geimpft sein sollen, besteht auch hier nur eine geringe Gefahr für die Kinder nach einer Ansteckung der Schweinegrippe.
Doch wie verhält sich das mit dem Ungeborenen im Leib der Mutter? Durch eine Infektion der Mutter besteht für das Ungeborene kein so großes Risiko, im Gegenteil, es erhält die Antikörper der Mutter und ist auch über die Geburt hinaus gegen den Virus geschützt.
Doch was ist mit den Neugeborenen deren Mütter ihnen keine Antikörper gegen die Schweinegrippe mitgegeben haben? Eine Ansteckung des Säuglings im ersten halben Jahr würde wohl sehr wahrscheinlich tödlich enden, da das Neugeborene noch nicht über das nötige Immunsystem verfügt und die nötigen Antikörper um gegen diesen Virus anzukämpfen. Lässt sich die Mutter hingegen während der Schwangerschaft mit dem Adjuvant freien Impfstoff impfen, so gibt sie ihrem Säugling im Nestschutz auch hier die nötigen Antikörper mit, so dass das Kind im ersten halben Jahr vor einer Ansteckung geschützt ist.
Daher empfehlen Ärzte Schwangeren ausdrücklich die Impfung mit dem Impfstoff speziell für Schwangere ohne Wirkstoffverstärker, nicht nur um die Schwangere vor einer Ansteckung, sondern in erster Linie um das Neugeborene im ersten halben Jahr nach der Geburt vor der Schweinegrippe zu schützen.
Auch ich habe mich heute impfen lassen zum Schutz meines ungebornenen Kindes. Im Gegensatz zu anderen Impfstoffen spürt man diese Impfung gar nicht. Weder ein Brennen während des Einspritzens, noch ein schmerzhaftes Druckgefühl an der Einstichstelle. Wichtig für die Impfung ist, dass man im Moment der Impfung kerngesund ist und keinerlei Beschwerden hat, dann ist nach einem kurzen Pieks alles vorbei.
Dennoch werden wir sehen, was die nächsten Tage mit sich bringen werden, ob ich doch irgendwelche Nebenwirkungen erleide oder Probleme dadurch bekomme. Gerne werde ich Euch auf dem Laufenden halten und darüber berichten, ob und wenn was passiert.




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