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	<title>GedankenMüll &#187; Hartz-IV</title>
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		<title>Betreuungsgeld und andere Gedankengänge</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 19:04:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Melvenue</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gegen Ende letzten Jahres wurde mit der Erhöhung des Kindergeldes auch die Einführung des monatlichen Betreuungsgeldes ab 2013 beschlossen. Elternpaare, die ihr Kind bis zum 3. Geburtstag allein zu Hause betreuen und nich die staatlich geförderten Kindertagesstätten nutzen, sollen hier für die Betreuung ihrer unter 3 jährigen Kinder 150 Euro im Monat erhalten. Für 150<a href="http://www.melanie-wepner.net/betreuungsgeld-und-andere-gedankengange/02/20/">&#160;&#160;[ Beitrag lesen ]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gegen Ende letzten Jahres wurde mit der Erhöhung des Kindergeldes auch die Einführung des monatlichen Betreuungsgeldes ab 2013 beschlossen. Elternpaare, die ihr Kind bis zum 3. Geburtstag allein zu Hause betreuen und nich die staatlich geförderten Kindertagesstätten nutzen, sollen hier für die Betreuung ihrer unter 3 jährigen Kinder 150 Euro im Monat erhalten.</p>
<p>Für 150 Euro im Monat auf seinen Job verzichten um das Kind zu Hause betreuen zu können? Das mag für viele sehr wenig erscheinen und keinerlei Anreiz für dieses Model geben. Doch rechnet man mal genauer, nimmt es sich wahrscheinlich nicht viel&#8230; Zieht man von seinem monatlichen Nettogehalt, sehr wahrscheinlich für einen Halbtagsjob in der Steuerklasse 5 mal die Kosten für einen Betreuungsplatz, die Benzinkosten zurArbeit und andere Kosten ab, die durch die Ausübung eines Jobs entstehen, wie zum Beispiel Berufskleidung, dann bleibt den Müttern sehr wahrscheinlich auch nicht viel mehr am Monatsende übrig wie eben diese 150 Euro. Wahrscheinlicher allerdings ist, dass den arbeitenden Müttern eher weniger bleibt. Daher erscheint die Alternative mit dem Betreuungsgeld eine runde Sache zu sein, mit mehr Zeit für das eigene Kind.</p>
<p>Doch ist es für das eigene Kind tatsächlich das Beste allein zu Hause betreut zu werden, womöglich ohne den regelmäßigen Kontakt mit gleichaltrigen Kindern? Lernen die Kinder nicht gerade in den Kindertagesstätten eine Form der Sozialkompetenz gegenüber Anderen, wie man sie zu Hause einem Kind nur sehr schwer vermitteln kann. Ich sehe es am Beispiel meines eigenen Sohnes, er ist 20 Monate alt und geht vormittags für 4 Stunden in eine Kindertagesstätte. Er hat wahnsinnigen Spaß dort, lernt viel dazu, vor allem von anderen Kindern und ist irgendwie seitdem viel ausgeglichener. Die Kita und die anderen Kinder scheinen ihm wirklich gut zu tun.</p>
<p>Die nächste Frage die sich mir stellt ist die Anrechnung oder besser gesagt die Nichtanrechnung des Betreuungsgeldes auf die Hartz-IV-Regelsätze. Das Betreuungsgeld nämlich soll nicht auf die Sätze angerechnet werden und auf jeden Fall zusätzlich gezahlt werden. In der Politik werden seit der aktuellen Debatte über die Neuregelung der Hartz-IV-Sätze stimmen laut, die der Meinung sind, dass Hartz-IV-Empfänger keinerlei Anreiz haben sich einen Job zu suchen, was ganz klar auf Kosten der Geringverdiener gehe. Ein Betreuungsgeld in dieser Höhe, zusätzlich zum Hartz-IV stellt in meinen Augen, angelehnt an diese Diskussionen, ganz klar eine Verschlechterung dieses Zustandes dar, denn wenn man zu dem Geld fürs Nichts-Tun dann auch noch zusätzliche 150 Euro bekommt, gerade weil man zu Hause bleibt, sinkt die eh schon nicht vorhanden Motivation sich auf Jobsuche zu begeben um ein Vielfaches.</p>
<p>Doch was muss getan werden? Jeder Bürger kann ja eh immer alles besser als unsere Politiker, denn die machen sowieso alles falsch. In jedem Wohnzimmer diesen Landes wird ganz klar bessere Politik gemacht als im Bundestag. Doch würden es unsere Hobbypolitiker tatsächlich an die Macht schaffen, würden sie sehen, dass sie genau an solchen Diskussionen genauso scheitern, da man es niemals jedem Recht machen kann.</p>
<p>Hier bei uns in Büdingen wurde meiner Meinugn nach eine sehr sinnvolle und auch faire Lösung für diese Problematik gefunden über die andere Komunen vielleicht auch mal nachdenken sollten. Hier nämlich stehen im Vergleich sehr günstige Kindergartenplätze für alle Kinder ab 3 Jahren zur Verfügung (zur Zeit EUR 69,00 monatlich für einen Halbtagsplatz). Zusätzlich wurden in einigen Einrichtungen zusätzliche &#8220;Krabbelgruppen&#8221; gegründet, die für Kinder zwischen 18 Monaten und 3 Jahren KOSTENFREI zur Verfügung stehen! Bedingung um einen solchen Platz für sein Kind zu bekommen: Beide Elternteile müssen berufstätig sein und aktuell einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen! Nach Bestätigung des Krabbelgruppenplatzes müssen beide Elternteile einen Beschäftigungsnachweis vorlegen, können sie dies nicht, bekommt den Platz ein anderes Kind.</p>
<p>Viele Stimmen, vor allem aus den Reihen der nicht arbeitenden Bevölkerung, werden nun sagen: Das kann ja wohl nicht sein, da bekommen die Leute, die eh Geld haben, auch noch was geschenkt. Aber genau diese Vorgehensweise der Stadt Büdingen ist richtig, denn sie verschenken nichts an Menschen die eh Geld haben, nein, sie unterstützen und belohnen Familien dafür, dass sie arbeiten gehen und sich nicht vom Staat finanzieren lassen. In meinen Augen ist das eine wirkliche Motivation einer Arbeit nachzugehen, denn auch wenn einem vom Gehalt nicht viel bleibt, so kann man sich wenigstens die Kosten für die Kinderbetreuung sparen und weiß zudem, dass die Kinder in guten Händen sind und Spaß mit anderen Kindern haben.</p>
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		<title>Wieviel darf ein Hartz-IV-Kind kosten?</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 11:52:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Melvenue</dc:creator>
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		<description><![CDATA[War eine Schlagzeile im Wetterauer Kreis-Anzeiger am heutigen Vormittag. Das Bundesverfassungsgericht soll nun am kommenden Dienstag darüber entscheiden ob die Hartz-IV-Regelsätze für Kinder verfassungswidrig sind. Natürlich sind EUR 215,00 im Monat für ein unter 6jähriges Kind nicht viel, wenn man mal bedenkt, was die Kleinen bereits für Ansprüche haben und die Tatsache beachtet wie enorm<a href="http://www.melanie-wepner.net/wieviel-darf-ein-hartz-iv-kind-kosten/02/06/">&#160;&#160;[ Beitrag lesen ]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>War eine Schlagzeile im<a href="http://www.kreis-anzeiger.de/nachrichten/politik/8362788.htm" target="_blank"> Wetterauer Kreis-Anzeiger</a> am heutigen Vormittag.</p>
<p>Das Bundesverfassungsgericht soll nun am kommenden Dienstag darüber entscheiden ob die Hartz-IV-Regelsätze für Kinder verfassungswidrig sind.</p>
<p>Natürlich sind EUR 215,00 im Monat für ein unter 6jähriges Kind nicht viel, wenn man mal bedenkt, was die Kleinen bereits für Ansprüche haben und die Tatsache beachtet wie enorm die Lebensunterhaltungskosten in den letzten Jahren gestiegen sind. Doch ist es wirklich die richtige Lösung die Sätze für die Kinder zu erhöhen? Prinzipiell würde ich sagen, absolut korrekt, denn die Kinder können nun mal am wenigsten für die eigene Situation, unabhängig davon, ob die Eltern unverschuldet in diese Situation gekommen sind oder sie diesen Lebensstil aus Überzeugung leben.Doch ich möchte auch behaupten dass ein Großteil der Betroffenen nämlich das zusätzliche Geld nicht für oder in die Kinder investiert, sondern eher für sich selbst verwendet, so wie auch mit anderen Geldern zur Unterstützung der Kinder umgegangen wird. Leider sehen die Kinder selbst am wenigsten davon.</p>
<p>Ich frage mich ernsthaft ob die Betroffenen wirklich alles und genug dafür tun um aus dieser misslichen Lage wieder rauszukommen? Und vor allem frage ich mich ob es Eltern und Familien wo sogar beide Elternteile arbeiten gehen besser haben?</p>
<blockquote><p>&#8220;Gegen Ende des Monats ab dem 20. wird das Geld regelmäßig knapp&#8221;</p></blockquote>
<p>so heißt es in dem Artikel. Aber geht es nicht sehr viele Familien, die kein Hartz-IV beziehen ähnlich, genauso oder gar noch schlimmer?</p>
<blockquote><p>&#8220;Gespart wird an dem, was man gesellschaftliche Teilhabe nennt: Mal ins Kino gehen, ins Hallenbad oder in den Zirkus.&#8221; Selbst die 7,50 Euro Monatsbeitrag für den Fußballverein des Neunjährigen seien &#8220;nicht locker möglich&#8221;</p></blockquote>
<p>Auch diese Problematik kennen viele Familien, die einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen, nur zu gut. Das sind in meinen Augen alles keine Probleme, die nur Hartz-IV-Familien und Kinder betreffen. Doch niemand diskutiert darüber, ob die Gehälter für Familien mal angepasst werden sollten? Es wird allgemein über eine neue Steuerreform diskutiert, die Familien entlasten soll. Doch auch hier profitieren doch meist nur die Besserverdiener! Die Kleinen bleiben außen vor, die Väter die sich jeden Tag für ihre Familie buchstäblich den Arsch aufreißen bleiben auf der Strecke. Der Fokus liegt mal wieder auf den armen, hilflosen Menschen die sich zu Hause mit Hartz-IV ein schönes Leben machen, auf die Steuergelder des Nachbarn, der trotz einer 60 Stunden Woche finanziell nicht über die Runden kommt und zudem kaum Zeit für seine Kinder und seine Familie findet.</p>
<p>Nach der Geburt meines Sohnes und der nachfolgenden Elternzeit hätte mein Nettoeinkommen bei einem Halbtagsjob nicht mal für die Benzinkosten zur Arbeit und die Betreuungskosten für eine Tagesmutter gereicht. Mit Hartz-IV allerdings hätte ich EUR 359,00 für mich und EUR 215,00 für mein Kind bekommen, was ein nettes zusätzliches Taschengeld von EUR 574,00 gewesen wäre. Ich hätte weder Benzinkosten zur Arbeit gebraucht, noch eine Tagesmutter bezahlen müssen. Kurz: einem Hartz-IV-Empfänger geht es doch in der Hinsicht finanziell um einiges besser, wie einer Mutter die arbeiten geht. Ich habe daraufhin meinen Job an den Nagel gehängt und mich selbstständig gemacht, um mir meine Zeit mit meinem Kind frei einteilen zu können. Wieviel ich im Monat verdiene liegt an mir und meiner eigenen Initiative.</p>
<p>Jeder ist für sich und sein Leben in gewisserweise selbst verantwortlich und sollte sein Versagen nicht immer auf andere, auf Ämter und auf die Politik schieben. Schaut euch mal euren Nachbarn an und fragt euch ob es ihm wirklich besser geht als euch, oder vielleicht noch viel schlimmer. Wenn euch an eurem Leben und an dem Hartz-IV-Satz, den ihr bezieht, etwas nicht passt, dann ändert es und hört auf euch ständig zu beschweren. Denn darunter leidet vor allem das Kind eures Nachbarn, der sich nicht nur für seine Familie den Arsch aufreisst, sondern auch für eure Familie, die er mit seinen Steuergeldern mitfinanziert.</p>
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