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	<title>GedankenMüll &#187; verfassungswidrig</title>
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		<title>Wieviel darf ein Hartz-IV-Kind kosten?</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 11:52:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Melvenue</dc:creator>
				<category><![CDATA[GedankenMüll]]></category>
		<category><![CDATA[Hartz-IV]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>War eine Schlagzeile im<a href="http://www.kreis-anzeiger.de/nachrichten/politik/8362788.htm" target="_blank"> Wetterauer Kreis-Anzeiger</a> am heutigen Vormittag.</p>
<p>Das Bundesverfassungsgericht soll nun am kommenden Dienstag darüber entscheiden ob die Hartz-IV-Regelsätze für Kinder verfassungswidrig sind.</p>
<p>Natürlich sind EUR 215,00 im Monat für ein unter 6jähriges Kind nicht viel, wenn man mal bedenkt, was die Kleinen bereits für Ansprüche haben und die Tatsache beachtet wie enorm die Lebensunterhaltungskosten in den letzten Jahren gestiegen sind. Doch ist es wirklich die richtige Lösung die Sätze für die Kinder zu erhöhen? Prinzipiell würde ich sagen, absolut korrekt, denn die Kinder können nun mal am wenigsten für die eigene Situation, unabhängig davon, ob die Eltern unverschuldet in diese Situation gekommen sind oder sie diesen Lebensstil aus Überzeugung leben.Doch ich möchte auch behaupten dass ein Großteil der Betroffenen nämlich das zusätzliche Geld nicht für oder in die Kinder investiert, sondern eher für sich selbst verwendet, so wie auch mit anderen Geldern zur Unterstützung der Kinder umgegangen wird. Leider sehen die Kinder selbst am wenigsten davon.</p>
<p>Ich frage mich ernsthaft ob die Betroffenen wirklich alles und genug dafür tun um aus dieser misslichen Lage wieder rauszukommen? Und vor allem frage ich mich ob es Eltern und Familien wo sogar beide Elternteile arbeiten gehen besser haben?</p>
<blockquote><p>&#8220;Gegen Ende des Monats ab dem 20. wird das Geld regelmäßig knapp&#8221;</p></blockquote>
<p>so heißt es in dem Artikel. Aber geht es nicht sehr viele Familien, die kein Hartz-IV beziehen ähnlich, genauso oder gar noch schlimmer?</p>
<blockquote><p>&#8220;Gespart wird an dem, was man gesellschaftliche Teilhabe nennt: Mal ins Kino gehen, ins Hallenbad oder in den Zirkus.&#8221; Selbst die 7,50 Euro Monatsbeitrag für den Fußballverein des Neunjährigen seien &#8220;nicht locker möglich&#8221;</p></blockquote>
<p>Auch diese Problematik kennen viele Familien, die einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen, nur zu gut. Das sind in meinen Augen alles keine Probleme, die nur Hartz-IV-Familien und Kinder betreffen. Doch niemand diskutiert darüber, ob die Gehälter für Familien mal angepasst werden sollten? Es wird allgemein über eine neue Steuerreform diskutiert, die Familien entlasten soll. Doch auch hier profitieren doch meist nur die Besserverdiener! Die Kleinen bleiben außen vor, die Väter die sich jeden Tag für ihre Familie buchstäblich den Arsch aufreißen bleiben auf der Strecke. Der Fokus liegt mal wieder auf den armen, hilflosen Menschen die sich zu Hause mit Hartz-IV ein schönes Leben machen, auf die Steuergelder des Nachbarn, der trotz einer 60 Stunden Woche finanziell nicht über die Runden kommt und zudem kaum Zeit für seine Kinder und seine Familie findet.</p>
<p>Nach der Geburt meines Sohnes und der nachfolgenden Elternzeit hätte mein Nettoeinkommen bei einem Halbtagsjob nicht mal für die Benzinkosten zur Arbeit und die Betreuungskosten für eine Tagesmutter gereicht. Mit Hartz-IV allerdings hätte ich EUR 359,00 für mich und EUR 215,00 für mein Kind bekommen, was ein nettes zusätzliches Taschengeld von EUR 574,00 gewesen wäre. Ich hätte weder Benzinkosten zur Arbeit gebraucht, noch eine Tagesmutter bezahlen müssen. Kurz: einem Hartz-IV-Empfänger geht es doch in der Hinsicht finanziell um einiges besser, wie einer Mutter die arbeiten geht. Ich habe daraufhin meinen Job an den Nagel gehängt und mich selbstständig gemacht, um mir meine Zeit mit meinem Kind frei einteilen zu können. Wieviel ich im Monat verdiene liegt an mir und meiner eigenen Initiative.</p>
<p>Jeder ist für sich und sein Leben in gewisserweise selbst verantwortlich und sollte sein Versagen nicht immer auf andere, auf Ämter und auf die Politik schieben. Schaut euch mal euren Nachbarn an und fragt euch ob es ihm wirklich besser geht als euch, oder vielleicht noch viel schlimmer. Wenn euch an eurem Leben und an dem Hartz-IV-Satz, den ihr bezieht, etwas nicht passt, dann ändert es und hört auf euch ständig zu beschweren. Denn darunter leidet vor allem das Kind eures Nachbarn, der sich nicht nur für seine Familie den Arsch aufreisst, sondern auch für eure Familie, die er mit seinen Steuergeldern mitfinanziert.</p>
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