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	<title>GedankenMüll &#187; Vorhautverklebung</title>
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		<title>Phimose</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 10:33:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Melanie</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Beschneidung]]></category>
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		<category><![CDATA[Posthitis]]></category>
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		<description><![CDATA[Man spricht von einer Phimose oder auch Vorhautverengung wenn sich die Vorhaut nicht oder nur mit Schmerzen hinter die Eichel zurückziehen lässt. Eine Vorhautverklebung beim Säugling oder Kleinkind allerdings ist etwas ganz normales und man bezeichnet es als physiologische Phimose, die sich meist bis zum Schulalter von alleine löst, in einigen Fällen aber auch bis<a href="http://www.melanie-wepner.net/phimose/01/02/">&#160;&#160;[ Beitrag lesen ]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man spricht von einer Phimose oder auch Vorhautverengung wenn sich die Vorhaut nicht oder nur mit Schmerzen hinter die Eichel zurückziehen lässt.</p>
<p>Eine Vorhautverklebung beim Säugling oder Kleinkind allerdings ist etwas ganz normales und man bezeichnet es als physiologische Phimose, die sich meist bis zum Schulalter von alleine löst, in einigen Fällen aber auch bis in die Pupertät andauern kann. Eine solche Vorhautverklebung ist nicht behandlungsnotwendig.</p>
<p>Es gibt aber auch Fälle wo dies nicht der Fall ist und Komplikationen auftreten können. So mussten auch wir Ende November der Tatsache ins Auge sehen, dass die angeborene Phimose bei unserem 1,5 Jahre alten Sohn dringend behandelt werden muss.</p>
<p>Noch am frühen Vormittag war er ein äußerst zufriedenes Kerlchen, lachte, turnte rum und ärgerte wie immer Mama und Papa und seine Hunde. Bis gegen Mittag ganz plötzlich seine Stimmung umschlug und er fürchterlich zu schreien begann. Er warf sich auf den Boden, wälzte sich rum und schlug sich ständig mit der Hand selbst gegen den Kopf. Wir ahnten sofort, dass irgendwas mit ihm nicht stimmte und das dies keine der altersüblichen Motzattacken war, denn so kannten wir ihn noch gar nicht. Wir versuchten ihn zu beruhigen, doch das war nicht wirklich möglich. Unsere erste vermutung war, dass er vielleicht Bauchschmerzen und Probleme mit dem Stuhlgang hat. So verfrachtete mein Mann ihn auf die Wickelkommode und der Anblick der uns da bot, werden wir wohl nie vergessen und die Ursache für sein Verhalten war sofort klar. Sein kleiner Penis war aufs mindestens doppelte angeschwollen, knallrot und der Urin konnte nur tröpfchenweise abfließen, so dass ihm das Urinieren wahnsinnige Schmerzen bereitete.</p>
<p>Wir machten uns demnach sofort auf den Weg ins Krankenhaus in die urulogische Klinik um dem kleinen Mann helfen zu lassen. Der Uruloge erklärte uns, dass unser Sohn eine schwerwiegende und akute Posthitis (Vorhautentzündung) hat, deren Ursache die angeborene Phimose ist. Ebenfalls erklärte uns der Arzt, dass man in den meisten Fällen eine Vorhautverengung mit homäopathischen Mitteln oder auch speziellen Salben dehnen und sehr erfolgreich beheben kann, in unserem Falle aber nicht sinnbringend ist, da das Gewebe der Vorhaut schon komplett vernarbt ist und somit nur eine Operation in Form einer Beschneidung Hilfe bringt. Scheinbar muss unser Sohn schon länger mit der Phimose Probleme haben, die aber bis dato unentdeckt blieben, da sie vorher noch nie ein solches Ausmaß hatten und wir auf Raten unseres Kinderarztes die Vorhaut unseres Sohnes in Ruhe gelassen und nicht versucht haben sie vorsichtig zurückzuziehen.</p>
<p>Zunächst wurde die Entzündung mit Antibiotikum behandelt und wir erhielten einen schmerzlindernden Saft der zugleich das hohe Fieber senken sollte. Noch in der selben Nacht fuhren wir wieder ins Krankenhaus, da sich der Zustand des Kleinen verschlechterte. Er bekam einen dicken Bluterguss auf dem Penis und aus der Eichel kam unter schmerzenden Schreien klumpiger Eiter gelaufen. Die Kinderärztin klärte die Situation mit der Urulogie ab und versicherte uns, dass dies im Rahmen der Vorhautentzündung normal sei und die Medikamente erst noch anschlagen müssten.</p>
<p>Nach ein paar Tagen ging es unserem Zwerg schon viel besser und auch sein Penis hatte wieder normale Formen angenommen. Bei der Kontrolluntersuchung in der urulogischen Klinik war man mit dem Ergebnis auch zufrieden. Da uns in den vergangen Tagen viele Eltern geraten haben, dass man die Vorhaut beim Waschen sehr wohl immer vorsichtig zurückziehen solle, unser Kinderarzt aber sagte Finger weg, wollten wir uns diesbezüglich auch noch mal die Meinung des Urulogen anhören, da wir schließlich unseren zweiten Sohn erwarten und dann natürlich gerne einen solchen Eingriff vermeiden würden. Doch auch der Chefarzt Dr. med. Andreas Schneider der Klinik für Urulogie und Kinderurulogie in Gelnhausen (Akademsiches Lehrkrankenhaus der Universität Frankfurt und der Hochschule Fulda) versicherte uns, dass man unter keinen Umständen versuchen solle die Vorhaut zurückzuziehen. Finger weg, sei hier die Devise. Durch das &#8220;gewaltsamme&#8221; Dehnen der Vorhaut würde man mehr Schaden anrichten, als man ihr Gutes tue. Auf Dauer könne dadurch das Gewebe einer &#8220;gesunden&#8221; Vorhaut vernarben und zu einer sekundären Phimose führen, welche dann ebenfalls eine Operation zur Folge hätte.</p>
<p>Wir vereinbarten anschließend noch einen Termin zur Beschneidung, die nun im Januar stattfinden wird, selbstverständlich unter Narkose, und fuhren mit dem beruhigten Gewissen wieder Heim &#8220;alles richtig gemacht zu haben&#8221;. Nun fiebern wir natürlich dem Termin Mitte Januar ängstlich entgegen, denn es gibt bei weitem schönere Vorstellung als der Gedanke an sein eigenes Kind in Vollnarkose.</p>
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