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Wie erklärt man…

Geschrieben von Melvenue am 26 Mai 2010 0 Kommentare

…einem Kind, dass sein Haustier tot ist?

Eine nicht einfache Frage, die sich wahrscheinlich viele Eltern fragen, wenn der Tag kommt an dem der beste Freund des Kindes zum spielen auf die Sternenwiese geht.

Noch ist es bei uns nicht so weit, doch seit gestern frage ich mich wie ich es meinem 2jährigen Sohn erkläre wenn der Tag kommt. Unser Hund, Pongo, er ist alt, und zudem krank. Noch wissen wir nicht wie schlecht oder gut es ihm wirklich geht und ob er wieder auf die Beine kommt. Eins wissen wir jedoch sehr genau, wir möchten ihn nicht quälen und wenn seine Situation aussichtslos ist, dann werden wir ihm den Weg auf die Sternenwiese erleichtern. Es ist sehr hart für uns ihn leiden zu sehen, denn er ist für uns wie ein Kind… und ich frage mich wieviel mein Sohn von der Situation schon mitbekommt. Er ist erst 2, er liebt seine Hunde über alles, das zeigt er uns und ihnen jeden Tag. Es gab bisher keinen Tag in seinem Leben wo die Hunde nicht um ihn herum waren, sie gehören zu seinem Leben dazu. Wie wird er es aufnehmen, wenn ein ihm so eng verbundener Teil des Lebens plötzlich fehlt?

Viele werden jetzt sagen, mensch, der ist so jung, der bekommt davon gar nichts mit! Aber das glaub ich nicht, denn auch meine zweite Schwangerschaft hat er sehr bewusst und intensiv wahrgenommen, trotz seines so jungen Alters. Mein dicker Bauch war immer das Baby, kaum war sein Brüderchen draußen und er bemerkte dass mein Bauch weg ist, nannte er meinen Bauch nur noch Bauch und sagte zu seinem Brüderchen Baby. Er wusste ganz genau was passiert ist! Wenn sein Brüderchen weint bringt er ihm den Schnuller oder was zu essen, er weiß genau wann das Baby hunger hat und warum es weint. Und genauso wird er erkennen, wenn einer fehlt. Und es ist davon auszugehen, dass er es nicht verstehen wird. Er wird nicht verstehen warum sein Freund nicht mehr da ist und vor allem nicht warum er nicht wieder kommt. Wird er sich vielleicht die Schuld geben, weil er ab und an gemein zu ihm ist und ihn ärgert anstatt ihn in Ruhe schlafen zu lassen… Wird er Angst haben, dass alles was er lieb hat ihn verlässt?

Ich hoffe sehr dass unser Pongo sich wieder erholt und uns noch viele schöne Tage, Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre mit bevor stehen, doch ich weiß auch dass der Tag kommen wird, an dem ich meinem Sohn erklären muss, dass sein Freund nicht wieder kommt, früher oder später.






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Über den Autor des Beitrages Melvenue 29 Jahre, nahe der Nordsee, verheiratet und Mutter von zwei lieben kleinen Söhnen.

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