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Wie wird man ein “Rach”?

Geschrieben von Melvenue am 23 Dezember 2009 2 Kommentare

Ein Christian Rach wird man wahrscheinlich so schnell und einfach nicht werden, denn immerhin ist er nicht irgendein Provinzbursche, der sich so nebenbei überlegt hat mal ne Fernsehsendung mit RTL zu machen, nein im Gegenteil, bereits seit über 20 Jahren bereichert er die Hamburger Spitzengastronomie mit seinem Können und seinem Talent.

Dennoch inspiriert der Restauranttester dazu ihm nachzuahmen und immer mehr Laien versuchen sich im Bereich der Gastronomieberatung und denken sich, was der und andere können, Mensch, das kann ich auch. Essen gehen und danach ein Statement abgeben, das kann ja eigentlich gar nicht so schwer sein.

Doch leider muss ich einige Leute enttäuschen, denn um Gastronomie erfolgreich beraten zu können und damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen gehört mehr als  auf Twitter oder in anderen Social Networks Leute anzupöbeln, ein Blog zu schreiben und mit seinem sinnlosen Dasein zu nerven….

Wie war mein Weg zum eigenen Gastroservice? Vielleicht ist mein Weg ja ein Anhaltspunkt für andere Menschen, was man mindestens mal an Erfahrungen mitbringen sollte um in diesem Bereich eventuell eine Chance zu haben.

Mein Weg begann mit einer klassischen Hotelfachausbildung in der gehobenen Hotellerie, einem sehr guten Abschluss, ging über ein Stipendium der IHK Hessen zur Begabtenförderung und weist nunmehr über 11 Jahre Berufserfahrung in der 4- und 5-Sterne-Hotellerie auf, sowohl im administrativen als auch im operativen Bereich sowie im Vertrieb. Eigeninitiative, ein freundliches, kompetentes und vor allem seriöses Auftreten ist hier nicht nur von Vorteil sondern eine absolute Must-Have-Voraussetzung! Auch ein Termin bei einer anerkannten Unternehmensberatung mit Vorlage eines Businessplans zur Abklärung ob das Vorhaben überhaupt erfolgsversprechend ist kann nicht verkehrt sein.

An dieser Stelle wünsche ich allen Teilzeit-Müttern, deren Hauptbeschäftigung im “Socialnetworking” liegt, viel Erfolg bei ihrer neuen Teilzeitbeschäftigung “Gastroberaterin”. Vor allem bin ich gespannt, wer bei diesem Versuch für das eigene Versagen in die Verantwortung gezogen wird, denn man selbst macht ja meist alles richtig . Wahrscheinlich ist es diesmal die Agentur für Arbeit, da diese die berühmte ICH-AG und deren Vorzüge bereits im Sommer 2006 wieder abschaffte. Es ist also nicht sinnvoll sich auf nicht mehr vorhandene Subventionen vom Staat zu verlassen ohne sich vor Unternehmensgründung Gedanken darüber zu machen wie man seinen Lebenunterhalt zukünftig aus eigener Kraft finanzieren möchte.






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Über den Autor des Beitrages Melvenue 29 Jahre, nahe der Nordsee, verheiratet und Mutter von zwei lieben kleinen Söhnen.

2 Kommentare wurden bisher geschrieben.

  1. Trashy sagt:

    Respekt kann ich da nur sagen!!!!
    Habe selbst mal 2 Jahre in diesen Beruf schnuppern können und muss sagen,ist ein sehr abwechslungsreicher und erfüllender Beruf…hatte richtig Spass gemacht!

  2. Melvenue sagt:

    Spaß bei der Arbeit ist grad in der Branche sehr wichtig. Man muss den Job lieben und mit viel Begeisterung jeden Tag zur Arbeit fahren. Für mich stand schon von Klein auf fest, dass meine Welt die Gastronomie ist, ich glaub ich kann mir gar nicht vorstellen in einer anderen Branche zu arbeiten.

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